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Die Pressemitteilung: „Die Mahnwache am Freitag (12.3.21) für den Bundeswehrabzug aus Afghanistan trotzte dem Unwetter / Die Bundestagsabgeordneten haben sich entschuldigt“

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Die Münsteraner Friedensgruppen Mahnwache für Frieden und Solidarität, Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner:innen (DFG-VK) und die Friedenskooperative luden alle drei Münsteraner Bundestagsabgeordneten zu den Mahnwachen am Freitag, den 12.3. und am Freitag, den 26.3.21 ein. Der Anlass ist die im März bevorstehende Abstimmung im Bundestag über die Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan, die die Bundesregierung will, obwohl die USA ihre Truppen kurzfristig Ende April abziehen wollen.

Am Freitag, den 12.3.21 um 17:00 Uhr fand die Mahnwache für Frieden und Solidarität vor der St.-Lamberti-Kirche trotz des stürmischen und regnerischen Wetters statt.

Die Münsteraner Bundestagsabgeordneten Frau Sybille Benning (CDU), Frau Maria Klein-Schmeink (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) und Herr Hubertus Zdebel (DIE LINKE) haben ihr Fehlen mit anderen wichtigen Terminen entschuldigt. Zur Bitte „im Bundestag für die schnellstmögliche Rückkehr der deutschen Soldatinnen und Soldaten aus Afghanistan und gegen die Verlängerung dieses Bundeswehreinsatzes zu stimmen“ äußerte sich bis dato nur Hubertus Zdebel: „Seid gewiss, dass wir als LINKE an unserer Forderung des sofortigen Abzugs der Bundeswehr aus Afghanistan festhalten. Die Linksfraktion hat als einzige Fraktion im Bundestag von Beginn an gegen die Militäreinsätze in Afghanistan im Rahmen von OEF, ISAF und jetzt RSM gestimmt. Wir wollen einen rein zivilen Wiederaufbau des Landes. (https://www.linksfraktion.de/themen/a-z/detailansicht/afghanistan-krieg/).“

„Wir wissen durch abgeordnetenwatch.de, dass Sybille Benning für, Maria Klein-Schmeink und Hubertus Zdebel 2020 gegen die Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan gestimmt haben. Wir gehen davon aus, dass Maria Klein-Schmeink diesmal auch dagegen stimmt. Wir bitten Sybille Benning eindringlich ihr Stimmverhalten zu überdenken und das Leben der deutschen Soldat:innen sowie anderer Menschen in Afghanistan nicht mehr zu gefährden. Falls die Bundeswehr über den 30. April hinaus in Afghanistan verbleibt, würde das die Taliban provozieren, die bereits einen „großen Krieg“ gegen die internationalen Truppen angekündigt haben.“, so Jewgenij Arefiev, Sprecher der DFG-VK Münster.

DFG-VK-Mitglied, Theologe und AMOS-Preisträger Rainer Schmid in seiner Petition „Die Kirche soll sich für die kritiklose Begleitung des Afghanistan-Einsatzes entschuldigen“ (http://chng.it/YjghX7nBPh): „Der Afghanistankrieg ist so gut wie verloren. Die Taliban werden gewinnen. Zusammen mit den USA hat auch Deutschland diesen Krieg verloren. Die Vertreter der Regierung bemühen sich zwar, das Gesicht zu wahren. Die Wahrheit ist aber: Der Afghanistaneinsatz war erfolglos und sinnlos – genauer gesagt: kontraproduktiv. Umsonst gestorben sind 59 deutsche Soldaten und über 100.000 andere Menschen. Umsonst ausgegeben wurden pro Jahr ca. 1.000.000.000 Euro deutsche Steuergelder. Umsonst wurde das Verhältnis zwischen westlicher und muslimischer Welt weiter belastet. Umsonst wurden natürliche Ressourcen verschwendet.“

Die nächste Mahnwache für Frieden und Solidarität findet am Freitag, den 26.3.21 von 17:00-17:45 Uhr vor der St.-Lamberti-Kirche statt. Hubertus Zdebel MdB DIE LINKE: „Am 26.3. versuche ich jedoch dabei zu sein.“

Fotos: http://dfgvk.blog.muenster.org/2021/03/14/bilddoku-der-mahnwache-fuer-den-sofortigen-bundeswehrabzug-aus-afghanistan-vom-fr-12-3-21/

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