Deutsche Friedensgesellschaft Münster

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So. 9.5.21 13:00-17:30h: Tag-des-Sieges-über-dem-Hitlerfaschismus-Radtour mit Hugo Elkemann zu den Gräbern der sowjetischen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter.

Start: 13:00 Uhr mit Fahrrad am Zwinger/Promenade.

Ziele:

  1. Ehrenfriedhof für sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter Handorf-Dorbaum auf dem Truppenübungsgelände: https://www.stadt-muenster.de/kriegerdenkmale/kriegsgraeberstaetten/ehrenfriedhof-handorf-dorbaum
  2. Waldfriedhof Lauheide: https://www.stadt-muenster.de/fileadmin//user_upload/stadt-muenster/67_umwelt/pdf/friedhoefe/lauheide_broschuere.pdf

Zu 1.:

Die Bundeswehr genehmigte uns am 3.5.21 insgesamt max. 25 BesucherInnen des Ehrenfriedhofs für sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter Handorf-Dorbaum auf dem Bundeswehr-Übungsgelände DORBAUM:

„Ihr Antrag auf Besuch des Gräberfeldes „Ehrenfriedhof DORBAUM“ auf dem Bundeswehr Übungsgelände DORBAUM, wurde soeben durch den StOÄ* Münster, Herrn Brigadegeneral Geilen, mit den für Sie und Ihre Besuchergruppe geltenden, nachstehend angeführten Auflagen, positiv beschieden.
Die mit der Genehmigung zum Betreten des Übungsgeländes DORBAUM verbundenen Auflagen lauten:

1. Der StOÄ Münster verzichtet auf die Anfertigung und Aushändigung einer Besucherliste;

2. Film-und Fotografier erlaubnis auf dem Übungsgelände DORBAUM sind hiermit erteilt;

3. Auf Grund der Munitionsbelastung des Übungsgeländes, den allgemeinen Gefahren welche durch die militärische Nutzung vom Gelände ausgehen, der damit einhergehenden räumlichen Enge am sog. „Ehrenfriedhof“ und der geltenden Corona-Schutzverordnung der Stadt Münster, ist die Genehmigung zum Betreten des Übungsgeländes auf max. 25 Personen ihrer Besuchergruppe begrenzt;

4. Die Zufahrt zum sog. „Ehrenfriedhof“ mit den von Ihnen mitgeführten Fahrrädern beginnt an der Übungsplatzschranke Höhe Lützow-Straße, und endet an der T-Kreuzung hinter der Eisenbahnüberführung im Übungsgelände, zgl. Ende der betonierten Fahrbahn. Ab dort ist der Rest des Weges, ca. 1000 Meter, aus Sicherheitsgründen zu Fuß zurück zu legen. Ab dieser Position ist auf Grund des Mindestabstandes der durch die Stadt Münster vorgeschriebene Mund-Nasen-Schutz von allen Besuchern zu tragen. Der Rückweg zurück zur Schranke verläuft über selbige Wegstrecke.

5. Sie und Ihre Besuchergruppe werden ab Betreten des Übungsgeländes DORBAUM durch Feldjägerkräfte der Bundeswehr für die gesamte Dauer ihres Aufenthaltes im Übungsgelände begleitet.

6. Mit Betreten des Übungsgeländes DORBAUM verpflichten sie sich, den Anweisungen der Feldjägerkräfte Folge zu leisten. Die Kameraden sorgen für ihre Sicherheit. Jegliche Verstöße führen zum sofortigen Abbruch der Veranstaltung.“

Deswegen bitten wir um eine Anmeldung an muenster@dfg-vk.de oder unter 025114967080.

Die friedenspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Die Linke Kathrin Volker MdB hat ihre Teilnahme zugesagt.

Spenden sind willkommen.

Veranstalter: DFG-VK Münster + Friedenskooperative Münster

*StOÄ – Standortältester


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Di. 27.4.2021 17:00 Uhr: GEDENKEN an KRIEGSDIENSTVERWEIGERER Wilhelm KUSSEROW da, wo er dafür am 27.4.40 mit 25 Jahren erschossen wurde:

Veranstaltungsort: Erinnerungsstele mit Gedenktafel an Wilhelm Kusserow hinter der Hautklinik, Von-Esmarch-Str. 58, 48149 Münster

Veranstalterinnen: Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Münster und Friedenskooperative Münster.

Mehr Informationen über Wilhelm Kusserow unter: https://muenstertube.wordpress.com/tag/wilhelm-kusserow-muenster/

Pressemitteilung: „Gedenken an den am 27. April 1940 in Münster erschossenen Kriegsdienstverweigerer Wilhelm Kusserow“

Die Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Münster und die Friedenskooperative Münster gedenken am Di. 27.4.2021 ab 17 Uhr des Kriegsdienstverweigerers Wilhelm Kusserow da, wo er dafür am 27.4.1940 mit 25 Jahren erschossen wurde – an der Erinnerungsstele mit Gedenktafel an Wilhelm Kusserow hinter der Hautklinik, Von-Esmarch-Str. 58, 48149 Münster. „Jeder Krieg ist ein Verbrechen gegen die Menschheit. Die Kriegsdienstverweigerung ist dagegen ein Menschenrecht und dient dem Frieden.“, so Jewgenij Arefiev, ehrenamtlicher Geschäftsführer/Sprecher der Basisgruppe Münster, Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) e.V.

Mehr Infos über Wilhelm Kusserow:
https://muenstertube.wordpress.com/tag/wilhelm-kusserow-muenster/

Westfälische Nachrichten (WN) vom Di. 27.04.2021:

Bilder:

Foto: Manfred Winkelkötter Die Erinnerungsstele mit Gedenktafel an Wilhelm Kusserow
Foto: Manfred Winkelkötter (DFG-VK Münster) V.l.: Hugo Elkemann (Sprecher der Friedenskooperative Münster) liest die Seiten 96-103 des Kapitels „Er hieß Wirtunsowasnicht“ des Buches „Beim Häuten der Zwiebel“ von Günter Grass über einen Kriegsdienstverweigerer, Jewgenij Arefiev (ehrenamtlicher Geschäftsführer/Sprecher der DFG-VK Münster), Lothar Hill (Münster Tube)
Foto: Manfred Winkelkötter (DFG-VK Münster) V.l.: Hugo Elkemann (Sprecher der Friedenskooperative Münster) liest die Seiten 96-103 des Kapitels „Er hieß Wirtunsowasnicht“ des Buches „Beim Häuten der Zwiebel“ von Günter Grass über einen Kriegsdienstverweigerer, Jewgenij Arefiev (ehrenamtlicher Geschäftsführer/Sprecher der DFG-VK Münster), Lothar Hill (Münster Tube)
Foto: Manfred Winkelkötter (DFG-VK Münster) V.l. Jewgenij Arefiev (ehrenamtlicher Geschäftsführer/Sprecher der DFG-VK Münster)
Foto: Manfred Winkelkötter (DFG-VK Münster) Jewgenij Arefiev (ehrenamtlicher Geschäftsführer/Sprecher der DFG-VK Münster)
Foto: Manfred Winkelkötter (DFG-VK Münster) Jewgenij Arefiev (ehrenamtlicher Geschäftsführer/Sprecher der DFG-VK Münster)
Foto: Manfred Winkelkötter (DFG-VK Münster) V.l.: Jewgenij Arefiev (ehrenamtlicher Geschäftsführer/Sprecher der DFG-VK Münster), Lothar Hill (Münster Tube)
Foto: Manfred Winkelkötter (DFG-VK Münster) V.l.: Hugo Elkemann (Sprecher der Friedenskooperative Münster), Lothar Hill (Münster Tube)
Foto: Manfred Winkelkötter (DFG-VK Münster) V.l.: Hugo Elkemann (Sprecher der Friedenskooperative Münster), Lothar Hill (Münster Tube)
WN vom 28.4.21


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PM: „FRIEDENSPOLITISCHE FORDERUNGEN an die Ratskoalition von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN/GAL, SPD und Volt der Stadt Münster vom 12.2.21 (Red Hand Day)“

Die münsterschen Friedensorganisationen Friedenskooperative, pax christi und die Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) haben am 12.2.2021 (Red Hand Day) friedenspolitische Forderungen an die Ratskoalition (s. S. u.) den Parteienvertretern, die an diesem Internationalen Tag gegen den Einsatz von Kindersoldat*innen der Einladung zur Mahnwache für Frieden und Solidarität gefolgt sind, namentlich dem Kreisvorstandssprecher Stefan Orth und dem friedenspolitischen Sprecher der Ratsfraktion Carsten Peters von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN/GAL, persönlich überreicht (s. S. Fotos unter http://dfgvk.blog.muenster.org/2021/02/12/bilddoku-der-mahnwache-zum-red-hand-day-am-12-2-21/). Am 14.2.21 wurden diese Forderungen an alle Ratskoalitionsparteienvertreter*innen und am 15.2.21 auch an die Vertreter*innen aller anderen demokratischen Ratsparteien sowie dem friedenspolitischen Sprecher des Integrationsrates und gleichzeitig fraktionslosen Ratsherrn der Stadt Münster Dr. Georgios Tsakalidis zur Kenntnisnahme und mit der Bitte um Stellungnahme gemailt. Diese Forderungen sind seit 22.4.21 zusammen mit den bis dato eingegangenen Stellungnahmen öffentlich. Die Antworten mit den Namen der friedenspolitischen Sprecher*innen und Stellungnahmen von der Koalitionspartei Volt und den Oppositionsparteien CDU, FDP, ÖDP und Die PARTEI sind nicht da. „Wir begrüßen die Stellungnahme des friedenspolitischen Sprechers der SPD-Ratsfraktion Thomas Kollmann vom 21.4.21 (s. S. http://dfgvk.blog.muenster.org/wp-content/uploads/sites/13/2021/04/2021-04-21-Stellungnahme-Friedenspolitische-Forderungen-.pdf) und nehmen das Gesprächsangebot sehr gerne an. Die Stellungnahmen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN/GAL sowie von Die Linke wurden angekündigt und werden veröffentlicht, sobald sie da sind.“, so Jewgenij Arefiev, Sprecher der DFG-VK Münster.

„Friedenskooperative Münster
Basisgruppe Münster, Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienstgegner:innen (DFG-VK) und
pax christi Münster

Münster, den 12.2.21 (Red Hand Day)

An den Kreisvorstandssprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN/GAL Herrn Stephan Orth
An den SPD-Vorsitzenden Herrn Robert von Olberg
An die Volt-Vorsitzende Frau Pauline Raabe
mit der Bitte um Weiterleitung an die friedenspolitischen Sprecher:innen der Kreisverbände

An die Ratsfraktionsgeschäftsstelle von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN/GAL
An die Ratsfraktionsgeschäftsstelle der SPD
An die Ratsgruppe Volt
mit der Bitte um Weiterleitung
an die Mitglieder der Ratsfraktionen/Ratsgruppe und
an die friedenspolitischen Sprecher:innen der Ratsfraktionen/Ratsgruppe

FRIEDENSPOLITISCHE FORDERUNGEN AN DIE RATSKOALITIONSPARTEIEN DER STADT MÜNSTER

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

in Ihrem/Eurem Koalitionsvertrag (https://www.spd-muenster.de/politik-fuer-muenster/koalitionsvertrag-muenster-2021-2025/) ist der Bereich Frieden nur marginal im Themenkomplex Europa und Internationales (Kap. XIV) vertreten.

Wir fordern Sie/Euch hiermit auf sich mit der Kriegsvorbereitung vor Ort (Krieg beginnt hier) auseinanderzusetzen. Denn Aspekte wie „Abrüsten statt Aufrüsten“, „Atomwaffenverbotsvertrag durchsetzen“, „Interventionskriege beenden“, „Waffenexporte verhindern“, „Entspannungspolitik durchsetzen“ und „kein Werben fürs Sterben“ haben einen Lokalbezug, bei dem für eine kommunale Koalition aus BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN/GAL, SPD und Volt Handlungsbedarf besteht.

In der Richthofen-Kaserne soll eine NATO-Einsatzzentrale für den Einsatz von 35000 Soldaten perspektivisch bis 2032 errichtet werden. Wenn das passiert, dann verhindert das ein neues Wohnungsbaugebiet in der Innenstadt, die zugleich Angriffsobjekt ersten Ranges wird. Hier ist auch zum Schutz der Bevölkerung das Verbot von Atomwaffen gefordert.

Völkerverständigung beginnt nicht am I. Deutsch-Niederländischen Corps. Sie endet dort eher vor dem Tor. Der Internationalismus Münsters sollte sich nicht in den Flaggen der NATO-Staaten vor dem Corpsgebäude wiederfinden. Unser Internationalismus sollte auch nicht mit unseren Panzern, Schiffen und Gewehren weltweit (Afghanistan, Mali und als Grenzkontrolle im Mittelmeer) gezeigt werden, sondern in Solidarität mit z. B. Moria und anderswo.

Eine Zusammenarbeit mit Russland ist nicht die Lieferung von Atommüll der Urenco aus Gronau, sondern die Verhinderung des Transportes durch das Stadtgebiet.

Auch sind die Auftritte von Werbeoffizier:innen und Karriereberater:innen der Bundeswehr an Schulen gänzlich unangebracht und pädagogisch unverantwortlich. Die Werbeauftritte der Bundeswehr bei Stadtfesten und andere Werbemaßnahmen z. B. Werbekampagnen im öffentlichen Raum entsprechen nicht dem Charakter einer Friedensstadt. Sämtliche städtischen Einrichtungen und Plätze müssen im Rahmen einer Zivilklausel für militärische Zwecke gesperrt sein.

Die zivil-militärische Zusammenarbeit darf nicht die Ausrichtung der Hilfsorganisationen auf das Militär sein. Wenn dann im Rahmen der Amtshilfe Soldat:innen der Bundeswehr tätig werden, lösen sie keine Probleme, sondern schaffen erst welche. Neben der militärorientierten Ausstattung müssen die Organisationen der Hilfsdienste eine zivilorientierte Ausrichtung erhalten, keine militärisch-hierarchische.

Die Städtepartnerschaft sollte bei den Städten positiv gestaltet werden, wo Vorbehalte durch Straßennamen (Lublin – Sudeten- und Masurenweg; Rjasan – Königsberger Str.) in alter revanchistischer Manier noch gelebt werden.

Die Friedenskultur dieser Stadt bedarf einer Neugestaltung. Nicht die Vermarktung des Westfälischen Friedens darf Hauptaugenmerk der Verwaltung (Stadtmarketing und Friedensbüro) sein. Der Volkstrauertag in seiner jetzigen Trägerschaft ist keine Friedensmahnung. Straßennamen in Münster tragen weiterhin Namen von Kolonialisten, Militärs und Verantwortlichen aus unseliger Vergangenheit. Erfreulich ist dagegen die Umbenennung der Danziger Freiheit (weiter so!). Hier sollten die Koalitionär:innen die Einengung der betroffenen Straßennamen nur auf „im Hinblick auf ihre koloniale Vergangenheit“ überdenken.

Bei der Neugestaltung der Kriegerdenkmäler ist angeraten den aktuellen Prozess der Zivilgesellschaft zu unterstützen.

In der Coronakrise ist das noch deutlicher geworden, dass Sparen am Gesundheitswesen und im Bildungsbereich zugunsten der Rüstungsausgaben erst Recht den Haushalt der Stadt trifft.

Wir bitten Sie/Euch um Stellungnahme zu unseren friedenspolitischen Forderungen und um die Namen der friedenspolitischen Sprecher:innen Ihres/Eures Kreisverbandes und Ihrer/Eurer Ratsfraktion/Ratsgruppe.

Mit friedensbewegten Grüßen

Hugo Elkemann, Sprecher der Friedenskooperative Münster

Maria Buchwitz, Vorsitzende von pax christi Münster

Jewgenij Arefiev, ehrenamtlicher Geschäftsführer/Sprecher der Basisgruppe Münster, Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) e.V.“

Die Stellungnahme der friedenspolitischen SprecherInnen für Internationales und Frieden Ratsherrn Carsten Peters und Ratsfrau Anne Katrin Herbermann der Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN/GAL vom 27.04.2021:

——– Originalnachricht ——–
Betreff: Beantwortung friedenspolitische Fragen
Datum: 2021-04-27 15:05
Von: Carsten Peters
An: muenster@dfg-vk.de

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Friedensfreund*innen,

vielen Dank für den umfangreichen Themenkatalog zu friedenspolitischen und stadtentwicklungspolitischen Themen, zu dem wir gern zusammenfassend Stellung nehmen.

Die angekündigte Nutzung des Richthofen-Kasernengeländes als potenzielle NATO-Einsatzzentrale beurteilen wir kritisch. Münster benötigt dringend preiswerten Wohnraum und das Areal an der Manfred-von-Richthofen-Straße würde sich als integrierter Wohnbereich am Kanal ausgesprochen gut eignen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass
auch hier eine Konversion stattfinden, ähnlich wie sie bereits in anderen Bereichen der Stadt erfolgreich realisiert bzw. auf den Weg gebracht wurde.

Wir haben vor etlichen Jahren im Rat gegen eine Patenschaft mit dem Deutsch-Niederländischen Korps gestimmt, da wir dies für das falsche politische Signal halten. Gleichwohl wird im Rat der Stadt nicht über Krieg oder Frieden entschieden. Hierfür ist der Bundestag zuständig. Vollkommen unstrittig ist, dass Kriege(n) in anderen Teilen der Welt
für starke Fluchtbewegungen sorgen. Es sind u.W. noch nie so viele Menschen auf der Flucht gewesen seit dem Ende des 2. Weltkriegs. Mit diesen Geflüchteten sind wir solidarisch. Wir haben uns mehrfach im Rat dafür eingesetzt und dementsprechende Beschlüsse herbeigeführt, damit Münster mehr Geflüchtete aufnimmt als durch Kontingente vorgesehen.
Das wollen wir nach wie vor.

Die Urenco wollen wir so bald als möglich abschalten und schließen sowie für adäquate Alternativ-Arbeitsplätze für die dort Beschäftigten sorgen.

Über die Uran-Transporte sollte die Stadt Münster transparent informieren. Dies werden wir einfordern.

Die Auftritte der Bundeswehr in Bildungseinrichtungen sehen wir kritisch, insbesondere die Anwerbungsversuche von Minderjährigen. Wir prüfen Mittel und Wege wie dies unterbunden werden kann.

Hinsichtlich der Städtepartnerschaften achten wir verstärkt auf die Menschenrechtssituation in den Ländern der Partnerstädte. Hier ist der – kritische – Dialog besonders wichtig.

Wir arbeiten an weiteren Straßenumbenennungen im Stadtgebiet. Die Bezirksvertretung in Mitte hat auf Initiative von Bündnis90/Die Grünen dieses Jahr (öffentliche Sitzung am 16.02.) einen großen Straßennamen-Prüfauftrag verabschiedet.
Demnach soll über eine Umbenennung aller Straßen mit breiter Bürger-Beteiligung diskutiert werden, die nach Personen, Orten oder Sachverhalten benannt sind, welche mit Verbrechen gegen die Menschlichkeit assoziiert sind. Dies schließt explizit kolonialistische, homophobe, antisemitische und misogyne, sowie militaristische und kriegsverherrlichende Hintergründe mit ein.
Denn die Benennung einer Straße geht immer mit einer Ehrung einer Person o.ä. einher. Dem wollen wir widersprechen!

Hinsichtlich der kolonialen Vergangenheit streben wir eine Umgestaltung und Entfremdung des Train-Denkmals am Ludgerikreisel sowie eine Städtepartnerschaft mit einer Stadt in Namibia an.

Wir wollen die Gestaltung des Volkstrauertags mit einer stärkeren friedenspolitischen Ausrichtung begehen.

Die Kooperation mit den Friedensgruppen der Stadt ist uns wichtig. Dies haben wir auch im Koalitionsvertrag betont.

Daher freuen wir uns auf den Austausch und verbleiben mit
friedensbewegten Grüßen,

Carsten Peters Sprecher für Internationales und Frieden

Anne Katrin Herbermann Sprecherin für Internationales und Frieden


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Leserbrief von Hugo Elkemann (Sprecher der Friedenskooperative Münster) vom 15.3.21 an die WN-/MZ-Redaktion (leider nicht abgedruckt)

zum WN-/MZ-Artikel „Gedenktafel war 37 Jahre verschwunden“ vom 11.3.21 *

„Frau Gussek vom Stadtarchiv stellt in dem Artikel zur Gedenktafel am Traindenkmal klar, daß die Entscheidung (des Rates) für sie verbindlich sei und sie auf dieser Basis weiterarbeiten wolle.
Dabei hat sie sich als Kooperationspartner den bundeswehreigenen Reservistenverband und die Kriegsgräberfürsorge ausgesucht, zwei nach extrem rechts driftenden Organisationen, denen beiden die zur „Mitte“ orientierenden Vorsitzenden abhandengekommen sind (Ex-DDR-Außenminister Meckel (SPD) und Kiesewetter MdB CDU). Beide wurden jeweils durch stramme Militärs ersetzt.
Bei der Umsetzung des Anbringens der Gedenktafel des AKAFRIK als erste Aufgabe des Beschlusses ist ihr der Partner und Eigentümer der Tafel abhanden gekommen. Ein Zugehen auf die zivilgesellschaftlichen Organisationen und Organisationen der Friedensbewegung fehlt hier gänzlich.
Wo da die Basis ihrer Weiterarbeit steht, läßt Ungutes befürchten.

Hugo Elkemann, Münster“

https://www.wn.de/Muenster/Muenster/4382408-Afrika-Kreis-fordert-Herausgabe-von-der-Stadt-Gedenktafel-war-37-Jahre-verschwunden

„Afrika-Kreis fordert Herausgabe von der Stadt Gedenktafel war 37 Jahre verschwunden

Münster –

37 Jahre war eine Gedenktafel des Arbeitskreises Afrika verschwunden – dann tauchte sie im Keller des Stadthauses 1 wieder auf. Die Stadt hat nun auf die Forderung des Arbeitskreises reagiert, die Tafel wieder zurückzugeben. Von Martin Kalitschke Donnerstag, 11.03.2021, 10:00 Uhr“


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Heimatschutz-Programm der Bundeswehr: Leserbrief von Rixa Borns (Vorsitzende der FiM e.V.) zum Kommentar „Neuer Freiwilligendienst der Bundeswehr – stärker verankern!“* von Stefan Biestmann, WN, 6.(7.)4.2021, erschienen in verkürzter Form in der WN am Sa. 17.4.21

Der UN-Ausschuss für die Rechte der Kinder hat Deutschland wiederholt vergeblich aufgefordert, die UN-Kinderrechtskonvention einzuhalten und bei Minderjährigen nicht für die Bundeswehr zu werben und diese nicht einzustellen. Stattdessen feiert die Bundeswehr den Start der Heimatschutz-Ausbildung, bei der auch Jugendliche unter 18 Jahren eine mehrmonatige militärische Grundausbildung erhalten. Sie sollen offiziell in nationalen Katastrophenfällen eingesetzt werden – wozu brauchen sie da eine militärische Ausbildung?

Es gibt zivile Organisationen für den Katastrophenschutz, in denen junge Menschen engagiert u.a. im freiwilligen sozialen Jahr arbeiten. Dass sich jetzt viele stattdessen für die Bundeswehr entschieden haben, liegt sicher auch an der wesentlich höheren Bezahlung und einer intensiven Werbung. Die Stadtverwaltungen geben dazu jährlich die entsprechenden Daten der 16-17-Jährigen an die Bundeswehr weiter. Das ist zwar gesetzlich geregelt, widerspricht aber trotzdem der Kinderrechtskonvention, die auch von Deutschland unterzeichnet wurde. Mehrere Friedeninitiativen in Münster haben deshalb in einem Bürgerantrag die Stadt aufgefordert, die Minderjährigen zumindest im Vorfeld zu informieren, dass sie ein Widerspruchsrecht gegen diese Datenweitergabe haben. Wir sind zuversichtlich, dass der Rat der Stadt sich für den besonderen Schutz der minderjährigen Bürger*innen einsetzen wird.

Rixa Borns

Friedensinitiative Münster e.V.

* https://www.wn.de/Kommentar/4398094-Kommentar-Neuer-Freiwilligendienst-der-Bundeswehr-Staerker-verankern


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Leserbrief von Robert Hülsbusch (Mitglied der DFG-VK, Sprecher der FI Nottuln) zum Kommentar „Neuer Freiwilligendienst der Bundeswehr – stärker verankern!“* von Stefan Biestmann, WN, 6.(7.)4.2021, erschienen in verkürzter Form in der WN am Sa. 17.4.21 (s.u.)

„Dass junge Menschen für den „Ernstfall“ ausgebildet und angeworben werden, finde ich klasse. Die Corona-Pandemie ist – so der WN-Kommentator – zurzeit dieser Ernstfall: Kontaktnachverfolgung bei Infektionen, Schnelltests in Altenheimen, der Aufbau und die Organisation von Impfzentren. 1000 junge Menschen sind für diesen Freiwilligendienst bereit und treten ihren Dienst an. Super. Das macht Hoffnung. Wobei – warum werden diese jungen Menschen – so ist auf der Seite der Bundeswehr zu lesen und zu sehen – in den ersten drei Monaten am Gewehr ausgebildet, kriechen im Tarnanzug mit geschwärzten Gesichtern und Stahlhelm  – mit Tannenzweigen „geschmückt“ – durch den Wald? Warum geht es  „ins Feld, um die Grundlagen des Gefechtsdienstes kennen zu lernen“?  Bisher dachte ich, für den oben beschriebenen Corona-Ernstfall sind andere Qualifikationen notwendig – auch eher ein weißer Kittel statt Kampfanzug. Liest man den Kommentar weiter, stößt man auf die Lösung: Dieser Freiwilligendienst soll den jungen Menschen „die Karriere als Berufssoldat schmackhaft“ machen. Lassen Sie mich es drastisch und anschaulich schreiben: Die jungen Leute sollen „Blut lecken“!

Das ist die Perspektive, die Stefan Biestmann in jedem seiner Kommentare predigt. Mehr Bundeswehr, mehr Rüstung, mehr „Verantwortung“, was meint, mehr Kriegseinsätze für die jungen Leute und am besten „die Rückkehr zur Wehrpflicht“.  Stefan Biestmann wird gute 30 Jahre sein. Er hat nicht die Erfahrung, die wir – als 60-, 70-, 80jährige – haben, als Nachkriegskinder, die von ihren zum Teil traumatisierten Eltern, die den Zweiten Weltkrieg miterlebten, erfahren haben, was Krieg bedeutet, was es bedeutet, auf militärische Optionen zu setzen. Nur Leid und Tod und Zerstörung.

Diese Erfahrung ist die tiefe Prägung einer ganzen Generation, die in den letzten Jahrzehnten auch dazu führte, dass Deutschland im Hinblick auf Kriegseinsätze (zum Teil) sehr zurückhaltend war.  „Nie wieder!“ war der feste Vorsatz, der sich in die Herzen und Gehirne der Menschen nach dem Krieg eingebrannt hatte.

Mit Sorge betrachte ich, dass sich diese Haltung langsam auflöst. 1)

Ich kenne natürlich die Argumente, die nun kommen:  Die BW ist gerade dafür da, dass Kriege und Gewalt verhindert werden.  Ich weiß. Ich weiß aber auch: In den letzten 30, 40 Jahren ist dies nicht gelungen. Die Kriege und die Kriegseinsätze (natürlich aus „humanitären Gründen“) im Nahen und Mittleren Osten, in Afrika und sonst wo, haben immer nur  noch mehr Leid, Zerstörung und Tod gebracht. 

„Wann wird man je verstehn“!

Robert Hülsbusch, Nottuln

1) Günter Kunert: „Als der Mensch / unter den Trümmern / seines / bombardierten Hauses / hervorgezogen wurde, / schüttelte er sich / und sagte:/ Nie wieder. // Jedenfalls nicht gleich.“  (Aus dem Gedicht „Über einige Davongekommene“, hatte Kunert das zerstörte Nachkriegsdeutschland vor Augen.)

Abgedruckt wurde in der WN am Sa. 17.4.21 die verkürzte Version davon:

* https://www.wn.de/Kommentar/4398094-Kommentar-Neuer-Freiwilligendienst-der-Bundeswehr-Staerker-verankern


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Musikbeiträge von Fari Hadipour (Das Boot – Musik für den Frieden) und David Kösterke auf 3 Kundgebungen (Auftakt: vorm Schloss, Zwischenkundgebung: Traindenkmal an der Promenade/Ludgeriplatz, Abschluss: vor der Manfred-von-Richthofen-Kaserne) der Osterfriedensfahrraddemo in Münster am 3.4.21

WN-Artikel vom 20.2.21 „Fari Hadipour ist mit dem Musikbulli unterwegs. Lächeln ist die größte Belohnung“

Lienen-Kattenvenne – „Musik ist die Botschaft von Freude und Frieden“ – wenn es keine Konzerte geben kann, muss die Musik eben zu den Menschen kommen. Fari Hadipour hat deshalb seinen alten Bulli umgebaut.“ Von Luca Pals:

https://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Steinfurt/Lienen/4370760-Fari-Hadipour-ist-mit-dem-Musikbulli-unterwegs-Laecheln-ist-die-groesste-Belohnung


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Rede von Hugo Elkemann (verhindert), Grobentwurf nachbearbeitet und gehalten von Renate Haake (beide – Friedenskooperative Münster) auf der Abschlusskundgebung der Osterfriedensfahrraddemo vor der Manfred-von-Richthofen-Kaserne in Münster am 3.4.21

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

jetzt sind wir am eigentlichen Ziel unserer Osterfahrradtour angekommen.

Warum ist uns das hier so wichtig? Warum wollten wir euch gerade diese Kaserne zeigen? Ihr werdet sagen: Die kennen wir doch.

Wir wollen das, weil hier etwas geplant wird, was uns einem gefährlichen Krieg näherbringt.

Münster könnte bei einem Krieg gegen Russland der erste und wichtigste Angriffspunkt werden.

Wir, unsere Freunde, unsere Nachbarn, unsere Kinder, unsere Enkel.

Ihr werdet fragen: Wieso behaupte ich so etwas?

Vielleicht habt ihr auch in den letzten Jahren ganz anderes über die Manfred-von-Richthofen-Kaserne gehört.

Richtig! Hier sollte Konversion geschehen.

800 Wohnungen sollten gebaut werden.

Brauchen wir die nicht viel nötiger?

Es gibt doch eine große Wohnungsnot in Münster!

Bei der Blücherkaserne hat es tatsächlich geklappt mit der Konversion. Was daraus wird, wissen wir noch nicht.

Aber bei der M.-v.-R.-K.?

Da hat man es sich auf einmal anders überlegt.

Die Nato, die unsere Regierung, die Bundeswehr sagen: Diese Kaserne wird jetzt gebraucht.

Im Bundeswehrjargon heißt das: Die Standortfreigabe wurde widerrufen.

Aber wozu wird sie gebraucht?

AKK, unsere Verteidigungsministerin, hat dazu einiges gesagt, als sie in Münster das Deutsch-Niederländische Korps besucht hat.

Hauptbetätigungsfeld sollen jetzt nicht mehr die Interventionskriege irgendwo auf der Welt sein, sondern die sogenannte Landesverteidigung.

Ist das zu unserem Schutz gemeint?

Es geht doch wohl eher um eine kriegerische Planung gegen Russland und auch gegen China.

Und dafür braucht die Nato eine bessere Logistik.

Im letzten Jahr war dafür das Manöver Defender geplant. Quer durch ganz Deutschland und dann weiter Richtung Osten bis an die russische Grenze wollten sie ziehen, ein unglaublich aufwändiges Unternehmen für die Nato.

Aber dann kam Corona und das Manöver musste abgespeckt werden.

Aber in diesem Jahr soll es wieder stattfinden, und zwar auch trotz Corona, darüber gehnt man hinweg, wird es durchgeführt, aber diesmal über Südosteuropa.

Auf Dauer soll die Kriegsplanung einfacher laufen.

Und dafür braucht man ein Nato-Einsatzhauptquartier. Von dort aus soll alles organisiert werden.

So, und dieses Nato-Hauptquartier soll genau hier in der Richthofen-Kaserne entstehen.

Da zu wenig Menschen sich freiwillig bei der Bundeswehr melden, ist geplant, über den sogenannten Heimatschutz Tausende von Reservisten auszubilden. Sie bekommen eine Grundausbildung und Auffrischung in jedem Jahr, damit sie im Einsatzfall aus dem Stand heraus kriegstauglich sind.

Bis 2027 soll hier die Logistik für 1 Division mit 3 Bataillonen und bis 2032 für 3 Divisionen mit 12 Bataillonen erarbeitet werden.

Das bedeutet insgesamt 60 000 Soldat*innen.

Die Reichswehr hatte übrigens ein ähnliches Konzept.

Das alles kann nicht in unserem Interesse sein.

Aber was können wir dagegen tun?

Bisher ist das alles noch eine Planung. Vor der Bundestagswahl wird da nichts mehr laufen, hat AKK gesagt. Aber die Militärs setzen natürlich alles daran, ihre Pläne umzusetzen.

Wir von der Friedenskooperative wollen uns weiter damit beschäftigen. Gerne laden wir euch ein an unseren Diskussionen teilzunehmen.

Unsere Treffen und die Termine stehen auf unserer Facebookseite im Internet (https://web.facebook.com/friedenskooperative.muenster/).

Wichtig ist jetzt im ersten Schritt, dass die Bevölkerung über diese Gedankenspiele der Militärs aufgeklärt wird. Hier kommt es auf uns an. Wir müssen uns der geplanten Militarisierung unseres Landes und der damit verbundenen Kriegsgefahr entgegenstellen.

Vielen Dank!


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Rede von Jewgenij Arefiev (ehrenamtlicher Geschäftsführer, Sprecher der DFG-VK Münster) auf der Zwischenkundgebung der Osterfriedensfahrraddemo am Traindenkmal am Ludgeriplatz in Münster am 3.4.21

Liebe Freundinnen und Freunde,

ich bin Jewgenij Arefiev, ehrenamtlicher Geschäftsführer, Sprecher von der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen / Münster. Und wir stehen hier am Traindenkmal. Traindenkmal ist ein Kriegerdenkmal. Und an der Promenade gibt es sehr viele davon. Einige, die meisten davon sind sehr revanchistisch, rufen zur Rache. Z. B. Der „stehende Soldat“ besagt: Ihr solltet „nicht entarten!“, „Haltet Schwert und Ehre blank!“, die „Toten – Warten!“. Es fing an hier mit dem Siegesdenkmal hier an der Promenade. Das ist ein sogenanntes „Schinkendenkmal“ und wurde errichtet zur Neuerrichtung des Reiches 1864 und ist von 1909. Und besagt „Zum Gedenken an die Kriege und Siege und die Neuerrichtung des Reiches 1864“ und erinnert an die sogenannten „Einigungskriege“ gegen Dänemark, Österreich und Frankreich. Das Ergebnis war ein norddeutsches, preußisch dominiertes Deutschland mit einem Kaiser.

Mit den Einigungskriegen und vor allem mit dem Deutsch-Französischen Krieg wurde die Wurzel des preußisch-deutschen Militarismus gelegt. 

Diese Blutspur des Militarismus führt über die Denkmäler der Promenade. Sie beginnt hier, also da am Siegesdenkmal, und führt über die Kolonialkriege mit dem Völkermord gegen die Nama und Herrero in Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia, der bis heute nicht gesühnt ist, wo über das Anbringen der Tafel des Arbeitskreises Afrika Münster (AKAFRIK) heute noch gestritten wird (das ist dieses Denkmal – Traindenkmal) und über das Niederschlagen des Boxeraufstandes in China, wo heute noch zu Ehren des Kriegsverursachers Freiherr von Ketteler eine Straße im Kreuzviertel nach benannt ist, weiter in den ersten Weltkrieg mit 10 Millionen Toten und 20 Millionen Verwundeten und damit in den 2. Weltkrieg mit über 50 Millionen Toten und 35 Millionen Kriegsversehrten sowie über 8 Millionen Ermordeten in den Vernichtungslagern. 

Hier in der Promenade steht diese Geschichte einzigartig in Deutschland in über 10 kriegsverherrlichenden Denkmälern dargestellt.

Kriegsverherrlichung ist der erste Schritt in ein Verbrechen.

Der Stadtrat letztes Jahr hat beschlossen, dass diese Diskussion – also über den Verbleib von diesen kriegsverherrlichenden Denkmälern an der Promenade – abgeschlossen ist. Wir sehen das aber nicht so.

Es gab hier an der Promenade auch ein Friedensdenkmal. Das wurde dann von den Nazis eingeschmolzen, für die Waffen. Und seitdem gibt es kaum ein Friedensdenkmal in Münster. Das antikolonialistische, antirassistische Friedensdenkmal an der Fassade von CuBA (Cultur- und Begegnungscentrum Achtermannstrasse), Achtermannstrasse 10 wurde vor kurzem vernichtet – das einzige antikolonialistische Denkmal in der Stadt – während der Antirassismus-Wochen der Stadt.

Also man sollte diese kriegsverherrlichenden Denkmäler zumindest umwidmen und nicht einfach so ein Schild dahin davorstellen mit einem QR-Code. Das ist ein schlechtes Bild für die Friedensstadt Münster.