📅 4. April 2026, 15:00 Uhr 📍 Start: Picassoplatz (vor dem Picassomuseum, Königstraße) ➡️ Abschluss: Stubengassenplatz
Am Karsamstag, den 4. April 2026, lädt die DFG-VK Münster zum Ostermarsch Münster ein.
Die Veranstaltung richtet sich gegen Aufrüstung und Militarisierung und fordert eine stärkere Orientierung an Diplomatie sowie die Stärkung des Völkerrechts.
Der Ostermarsch in Münster ist Teil der bundesweiten Aktionen unter dem Motto „Kriege verweigern – Frieden schaffen!“, koordiniert vom Netzwerk Friedenskooperative.
🗣️ Statement
„Wir brauchen die Stärke des Rechts und nicht das Recht des Stärkeren. Kriegsdienstverweigerung ist ein internationales Menschenrecht – dieses Recht muss überall geachtet werden.“
– Jewgenij Arefiev, Sprecher der DFG-VK Münster
📣 Programm
Auftakt (Picassoplatz):
Hugo Elkemann (DFG-VK)
Jewgenij Arefiev (DFG-VK)
Abschluss (Stubengassenplatz):
Shouresh Shakibapour (Frauen Leben Freiheit Münster)
Ulrich Thoden (GEW Münster / MdB Die Linke, Mitglied im Verteidigungsausschuss)
Musik von Pit Budde und dem Duo Cuppatea
Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Austausch mit Initiativen der Friedensbewegung.
Kommt zum Ostermarsch und setzt gemeinsam ein Zeichen für Frieden, Abrüstung und Völkerrecht!
Termin: Montag, 9. März 2026, 18 Uhr Ort: Maria-Euthymia-Platz (vor der Servatiikirche), Bronzeplastik „Der Aufstieg“, Münster
Münster, 7. März 2026 – Anlässlich des 83. Jahrestages der Ermordung des deutsch-jüdischen Künstlers, Humanisten, Pazifisten und Kommunisten Otto Freundlich (1878–1943) lädt die Münsteraner Gruppe der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner:innen (DFG-VK) zu einer Gedenkveranstaltung ein.
Die Veranstaltung findet an der Bronzeplastik „Der Aufstieg“ statt, die Otto Freundlich 1929 in Paris schuf und die heute zu den bedeutendsten Kunstwerken im Besitz der Stadt Münster zählt.
Freundlich entwickelte in den 1920er Jahren die Idee einer völkerverbindenden „Straße der Skulpturen Paris–Moskau“. Er verstand sie als ein Symbol der Solidarität, der Abkehr von Krieg und Gewalt sowie für ein friedliches Zusammenleben der Menschen. Seine Werke wurden von den Nationalsozialisten als „entartete Kunst“ diffamiert; seine Skulptur „Der große Kopf“ diente 1937 sogar als Titelbild des Katalogs der NS-Propagandaausstellung „Entartete Kunst“.
Otto Freundlich wurde am 9. März 1943 im Konzentrationslager Lublin-Majdanek ermordet.
„Wir brauchen dringend die Straße des Friedens – und Münster ist ein Teil davon“, sagt Jewgenij Arefiev, Sprecher der Münsteraner Gruppe der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner:innen (DFG-VK).
Die Veranstaltung ist öffentlich. Interessierte sind herzlich eingeladen.
DieWirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe e. V.,WWL, hat den Internationalen Preis des Westfälischen Friedens an die NATO vergeben.Wie kommt man darauf?
Die WWL begründet die Preisvergabe damit, dass sie in der NATO einen Stabilitätsfaktor sieht, der aus ihrer Sicht »Frieden, Freiheit und Sicherheit« garantiert. Die NATO wird dabei als Verteidigungsbündnis dargestellt, das eine regelbasierte Ordnung stütze und durch militärische Stärke Sicherheit schaffe. Diese Argumentation basiert auf einem sicherheitspolitischen Ansatz, der Abschreckung und militärische Präsenz als friedensstiftend interpretiert. Genau dieses Verständnis ist jedoch hochproblematisch.
Sind Sie deshalb gegen die Auszeichnung der NATO?
Die ist kein Friedensbündnis, sondern ein Militärblock, der Kriege führt und militärische Lösungen priorisiert. Besonders der Angriff auf die Bundesrepublik Jugoslawien 1999 – ohne UN-Mandat – zeigt, dass das Bündnis bereit ist, Völkerrecht zu umgehen, wenn es strategisch opportun erscheint. Einen Friedenspreis an ein Militärbündnis zu vergeben, das verzerrt den Begriff des Friedens. Der Journalist Heribert Prantl hat das treffend formuliert: »Das ist ungefähr so, als würde man die Metzgerinnung mit dem großen Vegetarierpreis auszeichnen.« Zur politischen Gesamtbewertung gehört auch, dass die NATO in den vergangenen Jahrzehnten eine expansive Osterweiterung betrieben hat, die trotz zahlreicher Warnungen aus Diplomatie und Friedensforschung immer weiter vorangetrieben wurde.
Sicherheit wurde nicht als unteilbar verstanden, sondern entlang von Blockgrenzen organisiert. Diese Erweiterungspolitik hat erheblich zur heutigen sicherheitspolitischen Verhärtung beigetragen. Auch im Ukraine-Krieg spielt die NATO eine zentrale indirekte Rolle: Offiziell ist sie zwar keine Kriegspartei, unterstützt die Ukraine jedoch militärisch, logistisch und nachrichtendienstlich in großem Umfang. Die schrittweise sicherheitspolitische Einbindung der Ukraine in NATO-Strukturen ist einer der Hintergründe des eskalierenden Konflikts. Wer ein Militärbündnis auszeichnet, das selbst Teil solcher Eskalationsdynamiken ist, verfehlt den Sinn eines Friedenspreises.
Worauf geht der Westfälische Friedenspreis zurück?
Der Preis bezieht sich auf die Friedensschlüsse von Münster und Osnabrück im Jahr 1648. Diese beendeten den Dreißigjährigen Krieg im Heiligen Römischen Reich und den Achtzigjährigen Krieg zwischen Spanien und den Niederlanden, deren Unabhängigkeit 1648 völkerrechtlich anerkannt wurde. Die Verhandlungen dauerten rund fünf Jahre und waren der Versuch, nach Jahrzehnten von Gewalt, Hunger und religiöser Spaltung eine politische Lösung zu finden. Der Westfälische Frieden steht historisch für Diplomatie, Dialog, gegenseitige Anerkennung und die Fähigkeit zum Kompromiss.
Welche Lehren sollten politisch Verantwortliche heute aus Ihrer Sicht ziehen?
Der Westfälische Frieden zeigt, dass Konflikte nicht militärisch »gewonnen«, sondern politisch beendet werden. Heute dominiert hingegen eine Logik militärischen Denkens: Aufrüstung, Abschreckung und Eskalation. Auch die Deutsche und die Japanische Physikalische Gesellschaft haben in ihrer jüngsten Erklärung in Münster eindringlich vor der Gefahr einer atomaren Eskalation gewarnt. Sie betonen, dass wissenschaftliche Erkenntnisse dem Frieden und dem Wohl der Menschheit dienen müssen. Diese Warnung der Wissenschaft zeigt, wie dringend eine Politik der Deeskalation gebraucht wird. Sicherheit entsteht durch Diplomatie, Vertrauensbildung, Rüstungskontrolle und Respekt vor den Sicherheitsinteressen aller Beteiligten – nicht durch die Ausweitung militärischer Blöcke.
Wer sollte denPreisstatt der NATO erhalten?
Der Preis sollte an Menschen und Initiativen gehen, die zivile Konfliktbearbeitung stärken, Abrüstung fördern und humanitäre Räume öffnen. Das können internationale Mediationsnetzwerke, Organisationen, die Geflüchtete schützen, Wissenschaftler in der Rüstungskontrolle oder Gruppen sein, die Dialogprozesse in Kriegsgebieten unterstützen. Ein Friedenspreis sollte diejenigen würdigen, die Gewalt überwinden – nicht diejenigen, die militärische Strukturen ausbauen.
Jewgenij Arefiev ist Sprecher der DFG–VK-Basisgruppe Münster (Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner:innen e. V.)
Vergabe des Westfälischen Friedenspreises an die NATO stößt auf scharfe Kritik
Entscheidung der WWL widerspricht Geist und Tradition des Westfälischen Friedens – DFG-VK Münster zeigt sich alarmiert
Münster, 18.11.2025
Die Münsteraner Gruppe der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner:innen (DFG-VK) kritisiert die Entscheidung der Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe e. V. (WWL) scharf, den Internationalen Preis des Westfälischen Friedens ausgerechnet an die NATO zu vergeben. Das weltweit größte Militärbündnis – unter anderem wegen des völkerrechtlich umstrittenen Einsatzes im ehemaligen Jugoslawien ohne UN-Mandat – könne kaum als würdiger Träger eines Friedenspreises gelten, so die Friedensaktivist:innen.
Der Publizist Heribert Prantl brachte diese Widersprüchlichkeit in der Süddeutschen Zeitung treffend auf den Punkt: „Das ist ungefähr so, als würde man die Metzgerinnung mit dem großen Vegetarierpreis auszeichnen.“
Der Westfälische Frieden von 1648 war das Ergebnis langwieriger diplomatischer Verhandlungen und beendete zwei große Kriege gleichzeitig:
den Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) im Heiligen Römischen Reich und den Achtzigjährigen Krieg (1568–1648) zwischen Spanien und den Niederlanden.
Beide Friedensschlüsse – in Münster und Osnabrück – setzten damit ein Zeichen für Ausgleich und Diplomatie nach Jahrzehnten der Verwüstung, des Hungers und der Seuchen. Eine solche Diplomatie wäre heute angesichts der Zerstörungen des Ukraine-Krieges dringender denn je.
Die Deutsche und die Japanische Physikalische Gesellschaft erinnerten in ihrer jüngsten „Erklärung für die Zukunft“ in Münster daran, dass wissenschaftliche Erkenntnisse dem Frieden und dem Wohle der Menschheit dienen müssen – und nicht militärischer Eskalation und Zerstörung.
Eine solche Haltung wäre eines Friedenspreises würdig – nicht die Auszeichnung eines Militärbündnisses.
Anlässlich des Friedenskulturmonats 2025 in Münster, hatten die DFG-VK Münster und GEW Münster zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung unter dem Titel: „Bundeswehr in den Schulen oder Friedenserziehung?“, am 18. September 2025 im Hansa-Berufskolleg eingeladen.
Es referierten:
Marius Pletsch, Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner:innen (DFG-VK) und Caroline Lensing, stellvertretende Landesvorsitzende der GEW NRW. Moderiert wurde die Veranstaltung von Hugo Elkemann (DFG-VK Münster).
Kanzler Merz hat angekündigt, die Bundeswehr zur „stärksten Armee Europas“ machen zu wollen. Dieses Ziel geht einher mit verstärkten Rekrutierungsmaßnahmen – unter anderem durch sogenannte Jugendoffiziere, die an Schulen eingesetzt werden. Doch Schulen und Bildungseinrichtungen haben einen anderen Auftrag: Sie sollen nach Grundgesetz und Landesverfassung zur Erziehung in Friedensgesinnung und Völkerverständigung beitragen. Dieses Spannungsverhältnis zwischen militärischer Nachwuchswerbung und dem Bildungsauftrag der Schulen stand im Mittelpunkt der Veranstaltung, die von pax christi (Diözesanverband Münster) unterstützt wurde.
Kanzler Merz hat angekündigt, die Bundeswehr zur „stärksten Armee Europas“ machen zu wollen. Dieses Ziel geht einher mit verstärkten Rekrutierungsmaßnahmen – unter anderem durch sogenannte Jugendoffiziere, die an Schulen eingesetzt werden. Doch Schulen und Bildungseinrichtungen haben einen anderen Auftrag: Sie sollen nach Grundgesetz und Landesverfassung zur Erziehung in Friedensgesinnung und Völkerverständigung beitragen. Dieses Spannungsverhältnis zwischen militärischer Nachwuchswerbung und dem Bildungsauftrag der Schulen steht im Mittelpunkt einer öffentlichen Veranstaltung im Rahmen des Friedenskulturmonats September am
Donnerstag, 18. September 2025, um 19:00 Uhr
in der Aula des Hansa-Berufskollegs, Hansaring 80, 48155 Münster.
Es diskutieren:
– Marius Pletsch, Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner:innen (DFG-VK) – Caroline Lensing, stellvertretende Landesvorsitzende der GEW NRW
Veranstalter: DFG-VK Münster und GEW Münster Unterstützt von: pax christi Diözesanverband Münster
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, mitzudiskutieren.
Marius Pletsch, Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner:innen (DFG-VK)
Caroline Lensing, stellvertretende Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) NRW
ich lade dich herzlich zu unserem Gruppentreffen am Freitag, den 28. März, um 18 Uhr in den Club-Raum der ESG am Breul 43 ein.
Wir wollen den 80. Jahrestag der Befreiung Münsters vom Faschismus am 2.4., Vortrag und Diskussion „Auswege aus dem Ukrainekrieg …“ – und seine Folgen für die europäische Sicherheitsordnung mit dem Oberst a.D. Richter in der VHS am Mi. 2.4. um 19h, die Aktionen zur Westf. Friedenskonferenz am 4.4., die Ostermärsche, Gedenken an Wilhelm Kusserow am So. 27.4. um 15 Uhr, die Vorbereitung der Mitgliederversammlung (Fr. 25.4.), des Friedenskulturmonats September etc. besprechen.
Um 19 Uhr wollen wir an der Veranstaltung in der ESG-Aula teilnehmen:
„Die Geschwindigkeit der Militarisierung ist atemberaubend. Im Bundestag wurde im März 2025 beschlossen, mindestens weitere 400 Milliarden Euro für Bundeswehr, Militarisierung und Krieg auszugeben. Am 15. Juni soll mit dem „Veteranentag“ (1) ein weiterer Meilenstein zur Re-Militarisierung der Gesellschaft gesetzt werden. Die Wiedereinführung eines Kriegsdienstzwangs („Wehrpflicht“) wird von Politiker*innen fast aller Parteien gefordert. Dem wollen wir etwas entgegensetzen. Deshalb haben wir Aktivist*innen des Provisorischen anarchistischen Antikriegsrats Berlin zur Diskussion eingeladen. Die Berliner Antikriegsgruppe fragt: „Wie kommen wir in die Initiative?“ (2)
Und sagt, worum es ihr geht: „Eine queere, feministische und antimilitaristische Analyse von Krieg und Militarisierung mit einer Prise Anarchismus zu würzen, um zur sozialen Revolution zu schreiten – darum geht es uns.“