Das Friedensforum, ein Bündnis Münsteraner Friedensgruppen, u. a. DFG-VK, FiM, DGB und pax christi, ruft am 1. Oktober 2026 zum Protest gegen die Vergabe des „Internationalen Preises des Westfälischen Friedens“ an die NATO auf.
Ab 15 Uhr können alle, die dieser Preisverleihung ablehnend gegenüberstehen, ihren Unmut bei einer Demonstration deutlich machen. Die Auftaktkundgebung beginnt um 15 Uhr auf dem Schlossplatz am Eingang des 1. Deutsch-Niederländischen Corps. Um 15:30 Uhr startet der Demonstrationszug zum Prinzipalmarkt. Dort findet um 16:15 Uhr neben der Lambertikirche die Abschlusskundgebung statt.
Der Westfälische Friede steht historisch für die Überwindung von Gewalt, für Dialog und Verhandlung, für Ausgleich statt Eskalation und für den Vorrang ziviler Lösungen. Er markiert den Beginn einer Ordnung, in der Frieden nicht militärisch erzwungen, sondern politisch gestaltet wird.
Die NATO hingegen ist ein Militärbündnis, das für Abschreckung, Aufrüstung und militärische Durchsetzungsfähigkeit steht. Sie ist Teil geopolitischer Konfliktdynamiken und war und ist an bewaffneten Auseinandersetzungen beteiligt.
Wenn aber ein militärisches Bündnis als Träger von „Frieden“ ausgezeichnet wird, verwischt der Unterschied zwischen ziviler Konfliktlösung und militärischer Machtpolitik mit dem Ziel, Krieg und die massive militärische Aufrüstung politisch und moralisch zu rechtfertigen.
Gerade in einer Zeit wachsender globaler Spannungen braucht es hingegen eine klare Stärkung von gewaltfreien Lösungsansätzen, Diplomatie und Völkerverständigung.
Ablauf am 1. Oktober:
15:00 Uhr – Auftaktkundgebung auf dem Schlossplatz am Eingang des 1. Deutsch-Niederländischen Corps
15:30 Uhr – Demonstrationszug zum Prinzipalmarkt
16:15 Uhr – Abschlusskundgebung auf dem Prinzipalmarkt neben der Lambertikirche
